- Allegro con brio
- Adagio cantabile
- Scherzo: Allegro
- Finale: Allegro – Presto
- I. Sostenuto – Allegro drammatico
- II. Andante
- III. Allegro vivace e con brio
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sonate für Violine und Klavier Nr. 7 in c-Moll, op. 30 Nr. 2
Variationen über ein Volkslied in a-Moll, WoO 78
Johannes Brahms (1833–1897)
Scherzo in c-Moll (aus der FAE-Sonate)
Serhij Bortkiewicz – Sonate für Violine und Klavier g-Moll, op. 26
Dieses Konzertprogramm vereint vier Meisterwerke für Violine und Klavier, die jeweils eine eigene Facette der kammermusikalischen Kunst beleuchten. Beethovens leidenschaftliche Sonate, Brahms’ kraftvolles Scherzo und die spätromantische Klangwelt von Serhij Bortkiewicz schaffen eine fesselnde musikalische Reise.
Die Sonate für Violine und Klavier Nr. 7 in c-Moll von Ludwig van Beethoven gehört zu seinen dramatischsten Werken in dieser Gattung. Ihre aufgewühlte, energische Atmosphäre spiegelt den revolutionären Geist Beethovens wider. Besonders der zweite Satz bringt eine tiefe, fast resignative Lyrik, während das Finale mit feuriger Virtuosität endet.
In den Variationen über ein Volkslied in a-Moll zeigt Ludwig van Beethoven seine Meisterschaft im Umgang mit einer einfachen Melodie, die sich durch kluge Harmoniewechsel und brillante Verzierungen zu einem kunstvollen Variationszyklus entfaltet.
Das Scherzo in c-Moll von Johannes Brahms, ursprünglich als Teil der berühmten „FAE-Sonate“ für den Geiger Joseph Joachim komponiert, beeindruckt durch seine rhythmische Kraft und leidenschaftliche Ausdruckskraft. Die dichten Klavierakkorde und die feurige Violinführung machen es zu einem der beeindruckendsten Einzelwerke Brahms’.
Den Abschluss bildet die Sonate für Violine und Klavier op. 26 von Serhij Bortkiewicz – ein Werk von leuchtender Spätromantik und tief empfundener Emotionalität.
Hier öffnet sich ein Klangraum voller Sehnsucht und innerer Bewegung: weite melodische Linien, schimmernde Harmonien und ein intensiver Dialog zwischen Violine und Klavier prägen die musikalische Sprache. Bortkiewicz verbindet dabei eine lyrische Innigkeit mit dramatischer Geste und führt das Programm zu einem eindringlichen, nachklingenden Höhepunkt.

